Über uns

Die Suttanta-Gemeinschaft praktiziert seit dreieinhalb Jahren ursprünglichen Buddhismus mit dem ehemaligen Theravāda-Mönch Jinavaro. Suttanta bedeutet „Nur-Sutta“ und bezeichnet die Lehrredensammlung des Pālikanons. Suttantika praktizieren nur nach den ältesten Lehrüberlieferungen des Buddha und seiner ersten Schüler und kennen nur einen höchsten Lehrer: den Erhabenen selbst. Unsere Schwerpunkte sind Reflexion, Chanting, Sutta-Studium, Ānāpānasati-Meditation und vor allem gute Freundschaft. Suttanta ist eine moderne und offene Form des alten Buddhismus, die ihrer Überlieferung und Praxis treu bleibt und gleichzeitig für moderne Menschen zugänglich macht und Kontakte und Freunschaft mit anderen Traditionen pflegt. Neben der Einheit aller Buddhisten sehen wir unsere globale Mitverantwortung und unterstützen neben Mönchen und Nonnen auch den Aufbau einer Welthungerhilfe, den deutschen Zweig von Buddhist Global Relief in Zusammenarbeit mit Bhante Bhikkhu Bodhi. Ebenso der Tierschutz und aufklärendes Engagement gegen Diskriminierung bzw. für mehr Gerechtigkeit und Menschlichkeit steht im Blick unserer Praxis.

 

 

Wie läuft der Meditationsabend ab?

 

Zunächst laufen wir 15 Minuten langsam im Kreis hintereinander und meditieren im Gehen. Wenn der Gong erklingt, beginnt eine fünfminütige Meditation im Stehen. Und wenn wieder der Gong erklingt, nehmen wir uns (nach Wunsch) entweder Sitzmatte und Kissen, Hocker oder Stuhl und meditieren den Rest der Zeit im Sitzen. Zum Schluss erklingt dreimal leise der Gong, wir verbeugen uns, räumen unseren Sitz auf und verabschieden uns bis zum nächsten Mal. Wer einführende Erklärungen zur Meditation wünscht, kann das vorher telefonisch oder per Mail anfragen und entsprechend früher kommen. Angeleitete Meditationen findet ihr auch als Download auf unserer Media Seite.

 


Wie läuft der Kursabend ab?

Reflexion der drei Juwelen, Chanting, Tee-Pause, Sutta-Talk, Widmung.

 


Was sollte ich mitbringen?

Bequeme Kleidung zum Sitzen und Offenheit.

 


Was ich sonst noch wissen sollte?

Wer kommt, sollte einfach erstmal mitmachen und nach einer Schnupperphase für sich entscheiden, ob sie/er dieser Gruppe angehören und regelmäßig kommen möchte. Denn Buddhist*innen brauchen den Buddha, den Dhamma und eine Sangha, also spirituelle Freunschaft. Deshalb ist eine feste Zugehörigkeit zu einer Gruppe sehr wichtig für das Wachstum im Dhamma, die eigene Praxis und das Leben in Gemeinschaft.

Beitrag für Besucher: 10 Euro. Monatlicher Beitrag für regelmäßige Teilnehmer: 30 Euro. Schüler, Studenten und Auszubildende 50% ermäßigt!

Teilnehmer-Feedback:

 

Als ich nach fast zwei Jahren wieder die BGH besuchte, war ich angenehm überrascht, dass eine neue Gruppe, Suttanta, für das eingehende Kennenlernen der Suttas, aufgetaucht war. Die Suttas bilden ja die frühe Basis aller buddhistischen Schulen und sind daher von größter Bedeutung für unser Verständnis der Worte Buddhas und für deren Anwendung in unserer Praxis. Ich war sehr erfreut zu sehen, wie viele Leute interessiert waren und wie gut es von Jinavaro geleitet wurde, der die Suttas direkt aus der Pali-Quelle übersetzt. Wir haben über Majjhima Nikāya 37 gesprochen, und obwohl dieses Sutta auf den ersten Blick sehr einfach erscheint, enthüllte unsere Diskussion die zugrundeliegenden Tendenzen und Komplexitäten des Geistes, mit denen wir alle zu tun haben. Ich hoffe, dass die Suttanta-Gemeinschaft wächst und mehr Menschen anzieht, und dass ich eines Tages auch die Ehre haben werde, Jinavaros Übersetzungen auf unserer Website SuttaCentral zu veröffentlichen.

Mit viel Mettā

 

Ayya Vimala

 

Es ist schwer, so gute Erklärungen der Suttas im Internet zu finden. Ich habe wirklich nach jedem Treffen das Gefühl, ein bisschen weiter gekommen zu sein auf meinem Weg. Durch das Rahmenprogramm aus Chanting, Meditation und Teetrinken ist es aber keine rein intellektuelle Veranstaltung, sondern spricht mich auch auf vielen anderen Ebenen an. Ich freue mich, in der Suttanta-Gemeinschaft eine spirituelle Gemeinschaft gefunden zu haben.

Anke

 

Die Offenheit und das herzliche Miteinander innerhalb der Gruppe haben mich sofort beeindruckt und angezogen. In großer Dankbarkeit habe ich die gemeinsamen Stunden mit allen geteilt und den Dhamma als Geschenk angenommen. 

Hannah

 

Es ist schon drei Jahre her, als ich das erste Mal Jinavaro, der gerade von Thailand zurückgekommen war, mit vielen Fragen auf dem Herzen besucht hatte, um mehr über den Buddha und seinen Dhamma zu hören. Er sagte damals: „Du musst heute eine Stunde bleiben, wir meditieren. Eine Stunde! Und du darfst dich nicht bewegen.“ Irgendwie schaffte ich es und nach dieser Stunde wusste ich, dass ich etwas sehr wertvolles gefunden hatte. Das war für mich der erste Suttanta-Abend. Langsam ist eine Gruppe entstanden. Viele Menschen kamen und gingen, jetzt sind wir eine schöne Gemeinschaft von liebevollen, herzlichen Menschen geworden. Drei Jahre sind vergangen, Jinavaro ist ein bisschen lockerer geworden, die Begeisterung für den Dhamma ist aber geblieben. Nach eineinhalb Jahren Anapanasati-Kurs, ist nun der Majjhima Nikaya dran. Ich bewundere wie unermüdlich und großzügig Jinavaro die Vorträge vorbereitet, um den Dhamma des Buddhas für alle zugänglich zu machen.

Sīlananda

 

Seit geraumer Zeit lese ich über den Buddhismus. Vieles hat mich begeistert, immer habe ich zugestimmt und doch blieb stets eine gewisse Distanz bestehen – weil in mir oftmals die Frage mitschwang: „Worauf konkret bezieht sich diese oder jene Aussage? Ist die Quelle wirklich der Buddha? Oder hat hier jemand sein ganz privates „Buddha-Ding“ veröffentlicht?“ Hingegen im Suttanta-Kurs: Dort weiß ich, dass jede Aussage direkt auf den Buddha zurückzuführen ist. Die Gewissheit darüber, dass Jinavaro das Wissen seiner langjährigen Studien weiterträgt, statt eigene Interpretationen zu vermitteln, lässt mich viel unmittelbarer in die Lehre eintauchen. Und falls es ihm aufgrund der Tücken der Sprache einmal nicht möglich ist, ganz eindeutig aus dem Pali zu übersetzen, dann weist er darauf hin. So wissen wir immer, wie viel Jinavaro möglicherweise gerade aus den Zeilen Buddhas spricht. „Wir“ ist übrigens ein sehr angenehmer Kreis offener Menschen, die wirklich hinzulernen wollen. Dieser Kurs bringt tief empfundene Freude in mein Leben, die ich so bisher noch nicht kannte; zumindest nicht in dieser Qualität und Dauer. Vieles verändert sich. Ein sehr spannender Prozess.

Volker